Mensch und Tier

Mensch und Tier

In der Geschichte der Menschheit ...
... spielen Tiere eine überlebenswichtige Rolle. Sie bewegen Lasten, unterstützen kranke und hilfsbedürftige Menschen, geben den Menschen Nahrung, Kleidung, Schutz und nicht zuletzt auch Zuneigung.
Wenn ich sehe, mit welch skrupelloser Grausamkeit und Habgier Menschen dagegen Tiere ausbeuten, so möchte ich auf alle Produkte, die solcherart hergestellt werden, verzichten lernen.
Worauf ich nicht verzichten möchte, ist, mit Tieren zu leben.

"Nutzen" darf nicht zum "Ausbeuten" werden
Ich glaube aber auch, dass man tierische Produkte nutzen kann, wenn Respekt die Grundlage des Verhältnisses von Mensch und Tier bildet.

Meine Woll-Lieferanten, beispielsweise: Angorakaninchen sind bewegungsfreudige, gesellige Tiere, die ich auf keinen Fall einzeln im pflegeleichten Stall halten möchte. Bei fast jedem Wetter sind sie im Garten, nachts und bei starkem Regen gemeinsam in einem großen Stall. So muss ich zwar immer mal verfilzte Stellen aus dem Fell schneiden – was Arbeit macht und den Woll-Ertrag mindert. Aber was gäbe mir das Recht, Lebewesen zu quälen, um maximalen „Gewinn“ aus ihnen zu ziehen? Nichts und niemand, finde ich. Übrigens habe ich festgestellt, dass sich eine Gruppe Kaninchen gegenseitig perfekt sauber hält: die verflixten Kletten, Holzspäne vom Einstreu, Strohhalme verschwinden über Nacht aus dem Fell. Die Hasenzähne arbeiten da besser, als ich es mit meinen Kämmen und Bürsten könnte!

Respekt muss die Grundlage sein
Ich denke, wir dürfen keine anderen Lebewesen – ob Mensch oder Tier – mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben den Preis dafür bezahlen lassen, dass wir hier im Überfluss unsere achtlose Wegwerf-Unkultur leben können. Ich denke, wir müssen uns einige sehr grundsätzliche Fragen zu unserer Lebensweise stellen.

Hasen_im_Winter_15