Aufbereitung

Aufbereitung

Das Aufbereiten der Fasern zum Verspinnen

Um die Fasern von gröberen Schmutzpartikeln und Verfilzungen zu reinigen wird die Wolle nach
der Schur gekämmt und zum Spinnen in handliche "Portionen" aufgeteilt. Dazu verwendet man je nach Faser Wollkämme oder sogenannte Handkarden, das sind Bürsten mit Drahthäckchen. Der Name kommt aus der Botanik: Karden sind eine Distelart, deren spitzstachelige Köpfe an die Karden erinnern. Etwas weniger kraftzehrend ist die Verwendung einer kurbelgetriebenen Kardiertrommel, wo die Fasern zwischen Walzen mit einem Kardenbelag durchgezogen werden. Aber alle Verfahren sind einigermaßen mühsam und zeitintensiv ...

Saubere, professionell geschorene Angorawolle kann auch direkt vom Vlies, also ohne diesen Arbeitsschritt, versponnen werden, da sie glatt und fettfrei ist. Da meine Hasen aber im Freiland leben, kardiere ich die geschorene Wolle, um alle Mitbringsel aus Stall und Garten zu entfernen.

Das Besondere der Wolle

Die Fasern werden nach dem Scheren weder mechanisch noch chemisch verändert - so bleibt meine
Angorawolle ein reines Naturprodukt. Da Angorafasern extrem fein sind und unverarbeitet leicht verfilzen
könnten, werden sie erst nach dem Spinnen gewaschen. Das ist die einzige "chemische" Behandlung meines Garns.

Der nächste Arbeitsschritt ist das Handspinnen dieser kardierten Fasern.